Energieausweis

 

Energieberatung 1


Checkliste Energieausweis für Wohngebäude

 

Wann ist ein Energieausweis erforderlich?

  • bei allen Neubauten ab 1. Jänner 2008 (bei Änderungen in der Bauausführung gegenüber der Baubewilligung ist bei Anzeige der Bauvollendung ein neuer Energieausweis vorzulegen)
  • bei umfassenden Sanierungen über 1000 m² Nettogrundfläche ab 1.Jänner 2008 (umfassend ist eine Sanierung, wenn die Kosten ein Viertel des Bauwertes übersteigen bzw. ein Viertel der Gebäudehülle oder drei wichtige Bauteile bzw. zwei und die Haustechnik saniert werden)
  • bei Verkauf und Vermietung von Gebäuden oder einzelnen Wohn- und Betriebseinheiten ab 1. Jänner 2008 (bei Gebäuden, die vor dem 1. Jänner 2006 genehmigt wurden, besteht die Ausweispflicht erst ab 2009)
  • für Gebäude mit einer Nettogrundfläche von mehr als 1.000 m², in denen Behörden oder sonstige öffentliche Dienstleistungen untergebracht sind und die „regelmäßig von einer großen Anzahl von Personen aufgesucht werden“ besteht ab 1. Jänner 2009 eine Energieausweis-Aushangpflicht

 

Wann besteht keine Energieausweispflicht?

  • bei Bauvorhaben, für die vor dem 1. Jänner 2008 ein Bauansuchen eingereicht bzw. eine Bauanzeige eingebracht wurde
  • bei denkmalgeschützten Gebäuden sowie bestehenden Gebäuden, die dem Stadt- und Ortsbildschutzgesetz unterliegen, „sofern dies zum Schutz ihrer Eigenart oder ihres Erscheinungsbildes erforderlich ist“
  • bei umfassenden Sanierungen von Gebäuden mit einer Nettogrundfläche bis zu 1000 m²
  • bei Bauteilsanierungen, wenn nur einzelne Bauteile saniert werden (es sind allerdings die in der OIB-Richtlinie definierten U-Werte einzuhalten)
  • bei Gebäuden, die nur vorübergehend genutzt werden
  • bei Gebäuden, die nicht beheizt bzw. gekühlt werden
  • bei Um- und Zubauten

Beilagen zum Bauansuchen bzw. zur Bauanzeige

Nachweis der relevanten Eingabedaten „Alternativenprüfung“:

beim Neubau von Gebäuden über 1000 m² Nettogrundfläche, deren Heizsystem auf nicht-erneuerbaren Energieträgern basiert, sind jene technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkte darzulegen, die den Verzicht auf den Einsatz alternativer Systeme begründen

Einzuhaltende Mindestanforderungen (Grenzwerte) für Wohngebäude

U-Werte
• bei Neubau eines Gebäudes sowie bei Sanierung sind die Mindest-U-Werte einzuhalten

Mindestanforderung an den spezifischen Heizwärmebedarf (HWB)

• der Grenzwert wird in Abhängigkeit von der Gebäudeform und Gebäudegröße (lc) auf Basis eines angenommenen österreichweiten Durchschnittklimas ermittelt

Mindestanforderung an den spezifischen Heizenergiebedarf (HEB)

• der Grenzwert bezieht den Bedarf für Raumwärme und Warmwasser sowie die Verluste aus dem Heiztechniksystem (Speicher, Verteilung, etc.) mit ein  bei Wohngebäuden  entspricht der spezifische Heizenergiebedarf dem Endenergiebedarf (EEB)

Was muss bei Erstellung des Energieausweises bereits feststehen?

Bautechnik:

• Bauteilaufbauten für Wände, Dach, Decken
• eingesetzte Baumaterialien
• Art und Stärke der Dämmung
• thermische Qualität der Fenster
• Entscheidung über den Einbau einer Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Haustechnik (Heizung und Warmwasserbereitung):

• Art der Wärmeerzeugung (Biomasse, Wärmepumpe, Solarenergie, fossile
  Energieträger, etc.)
• Art der Wärmespeicherung
• Art der Wärmeverteilung (gedämmte/ungedämmte Rohrleitungen, etc.)
• Art der Wärmeabgabe (Flächenheizung, Radiatoren, etc.)
• Beilagen zum Bauansuchen bzw. zur Bauanzeige


Sonnenenergie – mit der Kraft der Sonne bauen

Mit einer durchschnittlichen Sonneneinstrahlung von 1.100 kWh/m² und Jahr liegt Tirol eindeutig unter den besonders begünstigten Regionen Österreichs. Viele Tiroler Bauherren nutzen diesen Vorteil:
Der äußerst geringe Energiebedarf von Niedrigenergiehäusern macht die Solarenergienutzung nicht nur für die Warmwasserbereitung, sondern auch für die solare Raumheizung interessant

 

Tirol - ein Land der Wälder

Heizen mit Holz war lange Zeit "out". Die Preisschwankungen beim Heizöl und die technologische Entwicklung haben den Energieträger jetzt wieder attraktiv gemacht.

Mit Holz steht nicht nur ein kostengünstiger Brennstoff zur Verfügung, moderne Holzheizungsanlagen brauchen auch den Vergleich im Bedienungskomfort nicht zu scheuen:

  • Elektronische Steuerungen und automatische Brennstoffzufuhr sichern einen unkomplizierten Betrieb. An vorderster Stelle liegen hier sicher die Pellets- und die Hackschnitzelheizungen. Aber auch Kachelöfen oder Stückholzkessel mit Pufferspeicher sind bei entsprechender Größe in der Lage, den Tageswärmebedarf mit ein- bis zwei Bedienungsintervallen zu decken.
  • Die neuen Regelungstechniken garantieren zudem einen optimalen Abbrand und hohe Wirkungsgrade. Eine saubere und schadstoffarme Verbrennung ist damit garantiert. Holz verbrennt übrigens als einziger Energieträger Kohlendioxidneutral und trägt so wesentlich zum Klimaschutz bei.

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