Heizlast eines Gebäudes

 

Was ist die Heizlast eines Gebäudes?
Die Heizlast besagt vereinfacht, wie viel Energie pro Zeit in das Gebäude gesteckt werden muss, damit es am kältesten Tag des Jahres konstant auf 20°C Innenraumtemperatur gehalten werden kann. Sie wird angegeben in kW (Kilowatt).

Der Heizkessel
Heizkessel haben den besten Wirkungsgrad, wenn sie im Volllastbetrieb laufen. Viele neue Heizkessel zeigen aber auch schon im Teillastbetrieb gute Werte.

Besonders schlecht wirkt sich so genanntes häufiges Takten auf den Wirkungsgrad der Heizung und auf den Schadstoffausstoß aus. Beim Takten handelt es sich um das Ein- und Ausschalten des Kessels. Besteht nur eine geringe Wärmeanforderung, so schaltet der Kessel ständig abwechselnd von Betrieb auf Bereitschaft um.
Vgl. Auto: kurze Fahrtstrecken oder ständiges Bremsen / Beschleunigen (Stadtbetrieb) erhöhen einerseits den Verbrauch und die Schadstoffbelastung erheblich, außerdem verringert sich die Lebenszeit des Motors.

Wie viel Energie benötigt ein Haus, über das ganze Jahr betrachtet?
Folgende Abbildung soll die Wichtigkeit der Heizungsdimensionierung verdeutlichen. Sie veranschaulicht, an wie viel Tagen welche Heizleistung - ausgehend von der maximalen Heizlast des Hauses - benötigt wird, um das Haus konstant auf 20°C zu halten (Es wird von einer Anzahl von insgesamt 230 Heiztagen ausgegangen).

Grafik Heiztage

Ein Beispiel:
Ein Haus hat eine Heizlast von 5 kW. Diese 5 kW werden tatsächlich nur an 6 Tagen im Jahr benötigt.
An 105 Tagen werden nur 3 kW benötigt.
Und an weiteren 100 Tagen werden nur zwischen 1,75 und 1,25 kW benötigt.
Die Heizung läuft also bereits bei richtiger Dimensionierung fast die ganze Zeit im Teillastbetrieb.

Und so wird klar, warum ein Kessel, je mehr er überdimensioniert ist, umso schlechtere Wirkungsgrade und Abgaswerte bringt.

Ausnahme: Heizungen mit Pufferspeichern
Andere Regeln gelten für Kessel, die mit einem Pufferspeicher kombiniert sind, und nicht auf Dauerbetrieb ausgelegt sind, wie z.B. Holzvergaserkessel. Auch lässt sich der Wirkungsgrad einer zu groß dimensionierten Heizung durch einen Pufferspeicher verbessern, da das Takten reduziert wird.
Ein Pufferspeicher ist, einfach erklärt, ein großer Wasserboiler. Wenn die Heizung auf Volllast läuft, wird die Wärme, die momentan nicht bei den Heizkörpern gebraucht wird, in den Speicher geleitet. Der Speicher wird so mit Wärme vollgeladen, dann schaltet die Heizung ab. Besteht nun ein Wärmebedarf bei den Heizkörpern, bezieht der Heizkreislauf die Wärme aus dem Pufferspeicher. Die Heizung springt erst wieder an, wenn der Pufferspeicher entladen ist. Wichtig ist eine sehr gute Dämmung des Speichers und die passende Größe, die von der Heizung und vom Wärmebedarf des Hauses bestimmt werden sollte.

 

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